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Fraktion DIE LINKE im Kreistag Nordwestmecklenburg, 18. Juni 2007

Gesunde Ernährung für Kinder von 1 bis 10 Jahren in den Einrichtungen der Kommunen oder freien Träger vor Ort

Am 6. und 7.7.2007 führt die Fraktion ihre jährliche Klausurtagung durch. Einer der Schwerpunkte der  Beratung ist das Thema gesunder Ernährung der Kinder in den öffentlichen Einrichtungen.

1. Beschreibung der Situation

Dieses Thema eilte in der letzten Zeit wiederholt durch die Medien. Die Bundesregierung will mehr Aufklärung und Unterricht dazu in den Schulen. Die Landesregierung sagt, mehr Sport muss her, aber das sollen bitte schön die Vereine leisten.

Viele Kinder sind zu dick und bewegen sich zu wenig, ernähren sich ungesund oder besser werden ungesund ernährt. Aus dieser Kurzdarstellung kann abgeleitet werden, dass auf allen Ebenen das Problem bekannt und erkannt ist.

2. Zur Situation in Gadebusch

Ende des Jahres 2007 wird die Sanierung des Grundschulteils unserer Regionalen Schule in der Amtsstraße abgeschlossen sein und dann als volle Halbtagsschule geführt werden. Die Essenversorgung erfolgt bisher über ein Privatunternehmen. Durch den Neubau eines Hortes ist ein Speiseraum mit Essenausgabe vorhanden.

Die Schüler der ersten bis vierten Klassen werden länger als bisher unterrichtsmäßig eingebunden sein – 8.00 bis 13.30 Uhr. Dieses Mehr an Stunden für mehr Bewegung und Sport in Kombination mit gesunder Ernährung zu nutzen, dafür suchen wir nach Lösungen.

Einbezogen in ein Programm für gesunde Ernährung werden könnte auch die Tageseinrichtung in unmittelbarer Nähe am Burgsee. Auch aus der Regionalen Schule, die sich im Aufbau zur Gesamtschule befindet gibt es Signale zur Beteiligung. Zwei weitere Kitas in der Stadt wären potentielle Partner.

3. Beteiligte Partner

Die Stadt ist Träger der Regionalen Schule, die Kitas sind in freier Trägerschaft, zu denen aber gute Verbindungen bestehen. Auf die Essenversorgung hat die Stadt gewissen Einfluss, letztlich entscheiden aber die Eltern über die Essenteilnahme ihrer Kinder. Die Unterrichtsgestaltung liegt in Verantwortung des Landes, d.h. auf Unterichtsinhalte und Lehrpläne haben wir keinen Einfluss. Gesunde Ernährung als Teil von Prävention im Gesundheitsbereich liegt in der Verantwortung des Bundes.

4. Soziale Aspekte

Gerade Kinder aus Familien mit geringem Einkommen sind häufig davon betroffen, dass gesunde Ernährung auch eine Frage des Wissens und des Geldes ist. Oft haben die betroffenen Kinder am Monatsende gar kein Frühstück mit.

Gesunde Ernährung müsste aber mit einem gesunden Frühstück in der Schule beginnen. Da steht die Finanzierungsfrage sofort an und die Bereitschaft der Eltern, das auch mit zu finanzieren, ebenso die Unterstützung durch Kommunen, Land und Bund. Zur Senkung der Elternbeiträge wäre eine Alternative: die Mitfinanzierung durch das Land für eine gesunde Ernährung der Kinder.

5. Aufgabe für die Klausur

Heute soll zu diesem Thema eine Diskussion in Gang gesetzt werden. Alle Beteiligten aus den angesprochenen Ebenen sitzen mit am Tisch.
Die Notwendigkeit, hier etwas zu tun ist sicherlich nicht strittig, bleibt die Frage, wie gehen wir dieses Problem an.

Luise Krüger

aus Gadebusch ist Mitglied des Kreistages Nordwestmecklenburg und Stadtpräsidentin der Stadt Gadebusch

 

 

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